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Rechtliches

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Stand: Oktober 2026. Für die Nutzung von Suerto durch Unternehmer.

§ 1 Geltungsbereich

  1. Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für alle Verträge zwischen Jan Maurice Janßen, Brunostr. 21, 46049 Oberhausen (nachfolgend „Anbieter“) und seinen Kunden über die Nutzung der Software Suerto. Der Anbieter betreibt Suerto als Einzelunternehmer.
  2. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne von § 14 BGB. Mit der Buchung bestätigt der Kunde, in Ausübung seiner gewerblichen oder selbständigen beruflichen Tätigkeit zu handeln. Auf Anfrage weist er das nach, etwa durch eine Registernummer oder eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer. War die Bestätigung falsch, kann der Anbieter den Vertrag fristlos kündigen.
  3. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich in Textform zustimmt.

§ 2 Leistungen

  1. Der Anbieter stellt dem Kunden die Software Suerto als webbasierte Anwendung unter app.suerto.de zur Nutzung über das Internet bereit. Den Funktionsumfang beschreibt die Leistungsübersicht auf suerto.de zum Zeitpunkt der Buchung.
  2. Der Anbieter entwickelt Suerto laufend weiter. Er darf Funktionen ändern oder ersetzen, wenn dafür ein triftiger Grund besteht, etwa die technische Entwicklung, geänderte Gesetze oder die Sicherheit. Der vereinbarte Kern der Leistung bleibt dabei erhalten und die Änderung muss für den Kunden zumutbar sein.
  3. Für die Nutzung braucht der Kunde einen aktuellen Browser und eine Internetverbindung. Beides stellt der Kunde selbst.
  4. Suerto ist ein Hilfsmittel für die Beratung. Berechnungen, Analysen und Kundengutachten beruhen auf den Eingaben des Kunden, auf vereinfachten Modellen und auf dem jeweiligen Stand der hinterlegten Rechengrößen und Tarifangaben. Sie ersetzen keine Prüfung im Einzelfall. Maßgeblich sind die Unterlagen und Bedingungen des jeweiligen Versicherers. Der Kunde prüft Tarifangaben vor der Verwendung anhand dieser Unterlagen.
  5. Suerto erbringt keine Rechts-, Steuer- oder Versicherungsberatung und vermittelt keine Verträge. Mit den Kunden des Kunden schließt der Anbieter keinen Vertrag und übernimmt ihnen gegenüber keine Pflichten. Für Beratung, Empfehlungen und Dokumentation gegenüber seinen eigenen Kunden, etwa nach §§ 61 und 62 VVG, bleibt allein der Kunde verantwortlich.

§ 3 Vertragsschluss und Testphase

  1. Der Vertrag kommt zustande, wenn der Kunde die Buchung auf der Zahlungsseite abschließt. Diese AGB und den Vertrag zur Auftragsverarbeitung kann der Kunde vorher auf suerto.de abrufen, speichern und ausdrucken. Nach der Buchung legt der Kunde sein Konto unter app.suerto.de an.
  2. Die ersten 14 Tage sind kostenlos (Testphase). Kündigt der Kunde bis zum Ende der Testphase, entstehen keine Kosten. Andernfalls geht der Vertrag nach der Testphase in das gebuchte kostenpflichtige Abo über.
  3. Die Testphase gibt es je Kunde nur einmal.

§ 4 Preise, Zahlung und Rechnungen

  1. Es gelten die bei der Buchung angezeigten Preise zuzüglich Umsatzsteuer, soweit diese gesetzlich anfällt. Derzeit berechnet der Anbieter als Kleinunternehmer nach § 19 UStG keine Umsatzsteuer.
  2. Die Vergütung ist zu Beginn jedes Abrechnungszeitraums im Voraus fällig. Die Zahlung läuft über den Zahlungsdienstleister Stripe mit der bei der Buchung gewählten Zahlungsart.
  3. Rechnungen erhält der Kunde elektronisch. Er ist damit einverstanden, sie als PDF per E-Mail oder im Kundenportal zu erhalten, soweit das Gesetz keine andere Form vorschreibt.
  4. Schlägt eine Zahlung fehl, darf der Anbieter den Zugang nach einer erfolglosen Zahlungserinnerung sperren, bis die offene Zahlung eingegangen ist. Weitere Rechte bleiben unberührt.
  5. Der Preis gilt für den laufenden Abrechnungszeitraum fest. Will der Anbieter ihn für künftige Abrechnungszeiträume ändern, kündigt er das mindestens 6 Wochen vor Beginn des ersten betroffenen Zeitraums in Textform an. Der neue Preis gilt nur, wenn der Kunde zustimmt, zum Beispiel in Suerto. Stimmt der Kunde bis dahin nicht zu, endet der Vertrag mit Ablauf des laufenden Abrechnungszeitraums. Darauf weist der Anbieter in der Ankündigung hin.

§ 5 Laufzeit, Kündigung und Abo-Wechsel

  1. Das Abo „4 Wochen“ läuft jeweils 4 Wochen und verlängert sich automatisch um weitere 4 Wochen. Das Abo „Jährlich“ läuft 1 Jahr und verlängert sich automatisch um ein weiteres Jahr.
  2. Der Kunde kann jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungszeitraums kündigen, in Suerto unter Profil über das Kundenportal oder in Textform an info@suerto.de.
  3. Der Anbieter kann mit einer Frist von 4 Wochen zum Ende eines Abrechnungszeitraums in Textform kündigen.
  4. Das Recht zur fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt für beide Seiten unberührt.
  5. Ein Wechsel von „4 Wochen“ auf „Jährlich“ ist jederzeit möglich. Der nicht genutzte Teil des laufenden Zeitraums wird anteilig verrechnet. Ein Wechsel von „Jährlich“ auf „4 Wochen“ gilt ab dem Ende der laufenden Jahreslaufzeit.
  6. Löscht der Kunde sein Konto in Suerto, endet der Vertrag sofort und alle Daten des Kontos werden gelöscht. Beim Abo „4 Wochen“ wird der laufende Zeitraum nicht erstattet. Beim Abo „Jährlich“ rechnet der Anbieter nach § 9 Abs. 6 ab.
  7. Den Wechsel zu einem anderen Anbieter regelt § 9.

§ 6 Pflichten des Kunden

  1. Der Kunde hält seine Zugangsdaten geheim und schützt sie vor dem Zugriff Dritter. Ein Konto ist für eine Person bestimmt. Bemerkt der Kunde einen unberechtigten Zugriff, meldet er das unverzüglich an info@suerto.de. Seine Kontakt- und Rechnungsdaten hält er aktuell.
  2. Der Kunde ist für die Inhalte verantwortlich, die er in Suerto erfasst. Er stellt sicher, dass er die Daten seiner Kunden rechtmäßig verarbeiten darf.
  3. Für Inhalte, die der Kunde mit Suerto erstellt und an seine Kunden weitergibt, etwa Kundengutachten, Mails und Folien, ist er selbst verantwortlich. Beim Versand von Mails beachtet er insbesondere die Regeln für Werbung nach § 7 UWG.
  4. Der Kunde nutzt Suerto nicht missbräuchlich. Insbesondere greift er nicht in die Technik ein, umgeht keine Schutzmaßnahmen und belastet die Systeme nicht übermäßig, etwa durch automatisierte Abrufe.
  5. Der Kunde sichert wichtige Daten zusätzlich selbst, zum Beispiel über den Export in Suerto.
  6. Nimmt ein Dritter den Anbieter wegen einer rechtswidrigen Nutzung von Suerto durch den Kunden in Anspruch, etwa wegen Werbung per E-Mail ohne Einwilligung oder unzulässig erfasster Daten, stellt der Kunde den Anbieter davon frei, soweit der Kunde die Rechtsverletzung zu vertreten hat. Das gilt auch für angemessene Kosten der Rechtsverteidigung.

§ 7 Verfügbarkeit

  1. Der Anbieter stellt Suerto mit einer Verfügbarkeit von 98 % im Jahresmittel bereit, gemessen am Übergang des Rechenzentrums zum Internet.
  2. Nicht eingerechnet sind angekündigte Wartungen von insgesamt bis zu 8 Stunden im Monat sowie Störungen, die weder der Anbieter noch seine Dienstleister zu vertreten haben, etwa Störungen des Internets außerhalb des Rechenzentrums oder höhere Gewalt.
  3. Wartungen kündigt der Anbieter vorher an und führt sie nach Möglichkeit in nutzungsarmen Zeiten durch.

§ 8 Daten und Auftragsverarbeitung

  1. Für personenbezogene Daten, die der Kunde in Suerto verarbeitet, gilt der Vertrag zur Auftragsverarbeitung. Er ist Bestandteil dieses Vertrags.
  2. Die Daten des Kunden bleiben seine Daten. Der Kunde kann sie jederzeit als Datei exportieren (§ 9).
  3. Endet der Vertrag nicht durch Löschen des Kontos, kann der Kunde seine Daten danach noch 30 Tage herunterladen. Danach löscht der Anbieter das Konto mit allen Daten, soweit keine gesetzliche Pflicht zur Aufbewahrung besteht.

§ 9 Datenexport und Anbieterwechsel

  1. Für den Wechsel zu einem anderen Anbieter gelten die Regeln der Verordnung (EU) 2023/2854 (Data Act). Ablauf, Format und Aufbau der Daten sowie den Standort der Server beschreibt die Seite suerto.de/datenexport.
  2. Exportieren kann der Kunde alle Daten, die er in Suerto erfasst oder mit Suerto erzeugt hat und die in seinem Konto gespeichert sind: Kunden mit Stamm-, Haushalts-, Finanz-, Vertrags- und Tierdaten, Bedarf, Analysen mit ihren Eingaben, Lösungen und Beiträge, Einstellungen und Texte der Kundengutachten, Angebote, Abschlüsse, Aufgaben, Termine und Notizen, eigene Mail-Vorlagen, Leitfäden und Design-Vorlagen sowie Profil und Einstellungen, jeweils mit den gespeicherten Zeitpunkten. Der Export erfolgt als JSON-Datei. Ausgenommen sind Zugangsdaten sowie Teile, die zum Betrieb von Suerto gehören und Geschäftsgeheimnisse des Anbieters enthalten: Programmcode, Rechenlogik, die Suerto-Fassungen von Vorlagen, Leitfäden und Tarifangaben, interne Protokolle und Kennzahlen.
  3. Will der Kunde zu einem anderen Anbieter wechseln, seine Daten in eigene Systeme übernehmen oder sie nur löschen lassen, kündigt er das in Textform an. Dabei nennt er den gewählten Weg und bei einem Wechsel den neuen Anbieter. Die Ankündigungsfrist beträgt 2 Monate. Die Kündigung nach § 5 bleibt daneben möglich.
  4. Nach Ablauf der Ankündigungsfrist läuft der Vertrag weiter, bis der Wechsel abgeschlossen ist, längstens 30 Tage (Übergangszeitraum). In dieser Zeit stellt der Anbieter Suerto unverändert bereit und weist auf bekannte Risiken für den Wechsel hin. Er unterstützt den Kunden und von ihm beauftragte Dritte mit allen Informationen, die sie für den Wechsel brauchen. Bis zum Ende der Frist zum Herunterladen hält er ein hohes Sicherheitsniveau aufrecht. Der Kunde kann den Übergangszeitraum einmal verlängern. Für den Übergangszeitraum gilt die vereinbarte Vergütung anteilig.
  5. Der Wechsel ist abgeschlossen, sobald der Kunde seine Daten exportiert hat und das bestätigt. Dann endet der Vertrag und der Anbieter bestätigt das in Textform. Wählt der Kunde nur die Löschung, endet der Vertrag mit Ablauf der Ankündigungsfrist. Danach kann der Kunde seine Daten noch 30 Tage herunterladen. Anschließend löscht der Anbieter alle exportierbaren Daten vollständig, soweit keine gesetzliche Pflicht zur Aufbewahrung besteht.
  6. Für Export und Wechsel berechnet der Anbieter keine Entgelte. Endet ein Abo „Jährlich“ nach den Absätzen 3 bis 5 oder durch Löschen des Kontos vor Ablauf der Jahreslaufzeit, rechnet der Anbieter die Zeit bis zum Vertragsende je angefangene 4 Wochen zum Preis des Abos „4 Wochen“ ab, höchstens bis zur Höhe des gezahlten Jahresbetrags. Den Rest erstattet er.

§ 10 Nutzungsrechte

  1. Der Kunde erhält für die Vertragslaufzeit das einfache, nicht übertragbare Recht, Suerto für eigene geschäftliche Zwecke zu nutzen.
  2. Kundengutachten, Folien und andere Ergebnisse, die der Kunde mit Suerto erstellt, darf er zeitlich unbegrenzt für seine Beratung nutzen und an seine Kunden weitergeben.
  3. Die Software selbst, ihre Vorlagen und Inhalte darf der Kunde nicht kopieren, bearbeiten oder Dritten überlassen, weder entgeltlich noch unentgeltlich.

§ 11 Mängel

  1. Der Anbieter beseitigt Mängel der Software in angemessener Frist, nachdem der Kunde sie gemeldet hat. Der Kunde beschreibt den Mangel so genau wie möglich.
  2. Soweit Mietrecht anwendbar ist, ist die verschuldensunabhängige Haftung für Mängel, die bei Vertragsschluss schon vorhanden waren (§ 536a Abs. 1 Alt. 1 BGB), ausgeschlossen.

§ 12 Haftung

  1. Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei Arglist, bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.
  2. Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht haftet der Anbieter nur für den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Wesentlich sind Pflichten, deren Erfüllung die Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.
  3. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.
  4. Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter außerhalb von Absatz 1 nur in Höhe des Aufwands, der bei regelmäßiger Sicherung durch den Kunden nach § 6 Abs. 5 für die Wiederherstellung nötig gewesen wäre.
  5. Diese Regeln gelten auch für Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

§ 13 Änderungen dieser AGB

  1. Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, wenn dafür ein sachlicher Grund besteht, etwa geänderte Gesetze, Rechtsprechung oder neue Funktionen. Für Preise gilt § 4 Abs. 5.
  2. Der Anbieter teilt Änderungen mindestens 6 Wochen vor dem Wirksamwerden in Textform mit. Sie gelten, wenn der Kunde zustimmt, zum Beispiel in Suerto.
  3. Stimmt der Kunde nicht zu, gelten für ihn die bisherigen AGB weiter. Der Anbieter kann den Vertrag dann nach § 5 Abs. 3 kündigen.

§ 14 Schlussbestimmungen

  1. Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
  2. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand der Sitz des Anbieters. Der Anbieter kann den Kunden auch an seinem allgemeinen Gerichtsstand verklagen.
  3. Ist eine Bestimmung unwirksam, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam. An die Stelle der unwirksamen Bestimmung tritt die gesetzliche Regelung.